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Rebekka Ruetz: #GIRLBOSS Interview

Rebekka Ruetz

Rebekka Ruetz, Fotocredit: Domenic Hartmann

„Mein Name ist Rebekka Ruetz, ich bin im Tiroler Oberland aufgewachsen und wusste schon früh, dass ich Modedesignerin werden möchte.“, so begann das Interview, dass ich letztes Jahr mit Rebbeka Ruetz geführt habe.
Die bekannte Modedesignerin hat mir Eindrücke in ihr Berufsleben gewährt, welche ich euch nicht vorenthalten möchte.
Die Powerfrau hat so einiges erreicht, ihre Mode wird beispielsweise zwei Mal jährlich auf der Berliner Fashionweek präsentiert. Wie sie das erreicht hat, erfährt im Interview.

Interview mit Rebekka Ruetz

Wie kam es zu deinem Interesse an Mode?
Seit ich denken kann, wollte ich Modedesignerin werden. Ich weiß nicht genau wodurch dieses Interesse aufgekommen ist, bin mir aber sicher, dass Modedesign meine Berufung ist.

Welche Ausbildung hast du abgeschlossen bzw. wie bist du zu deinem Beruf gekommen?
Der erste Schritt meinem Traumberuf näher zu kommen war für mich die Modeferrarischule in Innsbruck. Dort lernte ich das Handwerk, wobei mir schnell klar wurde, dass ich Modedesign studieren möchte. Diesen Lebenstraum erfüllte ich mir in München. Während meines Studiums habe ich ein Praktikum in Indien gemacht, welches für mich eines der besten und wertvollsten Erlebnisse meines Lebens darstellt. Nachdem ich meinen Abschluss in den Händen hielt, jobbte ich einige Zeit für Peter Pilotto in London. Dort hatte ich mit 24 Jahren von einem auf den anderen Tag die Schnapsidee mich selbstständig zu machen. Ich kehrte nach Innsbruck zurück und gründete das Label Rebekka Ruétz.

Woher nimmst du deine Inspiration / Was inspiriert dich?
Das ist tatsächlich jede Saison unterschiedlich. Mich inspirieren Bücher, Filme, Zitate, Muster, Make-Ups aber auch verschiedene Persönlichkeiten.

Hast du Inspirationstiefs? / Was tust du dagegen?
Ich muss auf Holz klopfen, ein Inspirationstief hatte ich nämlich noch nie. Manchmal habe ich das Gefühl, dass beispielsweise bei den Fashionweeks noch etwas fehlt. In der Branche herrscht ein gewisser Leistungsdruck, welcher einem verdeutlicht, dass man immer abliefern muss. Zum Glück hat mich meine Kreativität diesbezüglich noch nie im Stich gelassen.

Wie würdest du deinen Kleidungsstil beschreiben?
Understatement. Ich bin meistens sehr schlicht gekleidet und trage von meinen eigenen Kollektionen hauptsächlich schwarze Kleidung. Offen gesagt fehlt mir oftmals die Zeit, ich bewundere Mode lieber an anderen als an mir selbst.

Welche Kollektion hat dir am meisten Spaß gemacht und warum?
Ich würde sagen, dass es nicht eine bestimmte Kollektion gibt. Viel mehr liebe ich die neuen Herausforderungen und Zusammenstellungen. Beispielsweise habe ich vor kurzem erstmalig Handschuhe und Brillen designet, das hat mir großen Spaß gemacht. Ich bin offen für Neues – Wenn nächstes Jahr ein Waschmaschinenhersteller auf mich zukommt, designe ich eben Waschmaschinen (lacht).

Was für ein Gefühl ist es die eigene Kollektion auf Fashionweeks zu präsentieren?
Einerseits fahre ich total gerne zur Fashion Week Berlin, andererseits fahre ich auch gerne wieder zurück.
Die 15 Minuten „Fame“ sind natürlich eine tolle Belohnung für ein halbes Jahr harte Arbeit. Der Applaus und der gute Zuspruch motiviert mich. Am Ende wiegt mein eigenes Urteil allerdings immer mehr. Wenn ich selbst nicht voll und ganz zufrieden bin, kann ich auch die Fashionweek nicht so genießen. Zum Glück kommt das nicht oft vor.

Warum hast du dich für Innsbruck als Standort entschieden? / Könntest du dir vorstellen von Innsbruck wegzugehen?
Nachdem ich in jungen Jahren sehr viel im Ausland war, hatte ich das Bedürfnis in meine Heimatstadt zurückzukehren. Meine Familie und meine Freunde leben in Tirol, weshalb ich mich dafür entschied, mein Business in Innsbruck aufzubauen. Meine Entscheidung bereue ich seither nicht. Ich könnte mir jedoch vorstellen für ein halbes Jahr ins Ausland zu gehen, die Base sollte jedoch in Innsbruck bleiben. Wenn es einmal passt, möchte ich es nicht mehr verlassen.

Welchen Job hättest du, wenn du nicht Modedesignerin geworden wärst?
Das habe ich mich schon öfters gefragt. Ich bin so glücklich, dass ich meinen Traumjob leben kann. Früher habe ich viel und gerne gezeichnet und mir vorgestellt damit in ein großes Museum dieser Welt zu kommen. Heute würde ich gerne einen Fotografie Kurs absolvieren. Das ganze aber nur nebenbei, ich hoffe ich kann Modedesignerin auf Lebzeiten sein.

Vielen Dank an Rebekka Ruetz für das Interview!

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1 Comment

  • Reply
    Rebecca
    16. Februar 2018 at 4:18 pm

    Das ist ein so schönes Interview. Ich finde es immer wieder super interessant woher kreative Menschen ihre Inspiration nehmen. Dein Interview habe ich sehr gerne gelesen.

    xo Rebecca
    https://pineapplesandpumps.com/

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